Frühstücksglück.

Frühstücks-Lieferservices sind eine herrlich praktische Erfindung für uns Freunde des morgendlichen Schlemmens im Pyjama. Ja, auch im Nachthemd! Wenn dann noch ein Gewinnspiel für einen Monat gratis Glückszustellungen hinzukommt, hat Morgenstund buchstäblich Gold im Mund. Und meinereiner ein Ribiselcroissant. Zu verdanken hab ich das und die anderen appetitlichen Gäste auf meinem Frühstückstisch den Frühstückerinnen, die dieses Gewinnspiel gemeinsam mit dem Wiener Frühstücksservice ausgeschrieben und mich zum strahlenden Honigkuchenpferd gemacht haben. Das ist der Text, der mir die vielen bezaubernden Brösel in meinem Bett beschert hat:

Ohne Frühstück. Ohne mich! Da brauch ich nicht einmal daran denken, in den Tag zu stolpern und neben meinen Nerven auch noch eine Reihe Freundschaften aufs Spiel zu setzen. Schon der Gedanke an die seltenen Ausnahmefälle, in denen ich das Haus etwa wegen einer Blutabnahme ohne morgendliche Stärkung verlassen muss, löst unverzügliches Magenknurren und Stimmungsschwankungen bei mir aus. Meine leere Brotdose macht das in letzter Zeit auch des Öfteren. Das hat sie sich wohl von meinem Kühlschrank abgeschaut, der aufgrund der immer länger werdenden Arbeitstage nur mehr selten die Aufmerksamkeit und vor allem den Inhalt bekommt, den er verdient. Ein schnelles Abendessen lässt sich immer auftreiben und mit nachhause nehmen, aber ein ordentliches Frühstück für den nächsten Tag? Das findet man leider auch am bestsortierten Wiener Würstelstand nicht. Da ist es gut, wenn nach dem Aufstehen Kakao und Kipferl schon vor der Tür auf einen warten. Gut für mich. Vor allem aber für meine Freunde und Arbeitskollegen – nicht zu vergessen meine Mutter am anderen Ende der Telefonleitung, den neuen Nachbarn und ganz speziell seinen Hund, den immer lustigen Zeitungsverkäufer, die Menschen an meiner Straßenbahnhaltestelle und natürlich die fröhlich lärmende Schulklasse in der Bim. Ich mag das Wiener Frühstücks-Lieferservice weil es jeden Morgen vielleicht keinen besseren, aber wenigstens einen normalen Menschen aus mir macht.

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