Burger sind rund und die Erde ist eine Scheibe.

Bild: Olle Hemmendorff / Nike

Burger sind schnödes Fast Food. Burger sind ungesund und umweltschädlich. Burger sind rund. Richtig? Falsch, falsch und noch mal falsch! Das ist genauso vorbei wie die Zeiten, in denen man, um seinen Burgerheißhunger zu stillen, in Drive-in-Geschwindigkeit den nächsten Mc Donald’s oder Burger King aufgesucht hat, um sich deren aktuellen Kassenschlager einzuverleiben. Der Burgeresser von heute wiegt, im Normalfall, nicht mehr 200 Kilo, lässt sich seinen Sattmacher lieber auf einem Teller als in einem Pappkarton servieren und weiß genau, was in dem liebevoll produzierten Schichtwerk alles drin steckt. Das gilt auch für die Besucher der Burgermacher. Egal ob man sich für einen klassischen Rindfleisch-, einen orientalischen Lamm- oder einen der Veggie-Burger entscheidet, was man zwischen die Zähne bekommt ist auf jeden Fall Bio. Die Buns kommen vom Biobäcker, das Biofleisch von österreichischen Kleinbetrieben, der Tofu von Sojarei und die Soßen aus der eigenen Küche. Ein Schnäppchen ist so ein Bioburger nicht gerade, aber lieber wegen 7,50 Euro ein schlechtes Gewissen haben, als wegen dem, was man grade verputzt hat. Wer Lust auf einen Burger mit Ecken und Kanten hat, der ist im Cuadro sicher gut aufgehoben. Statt dem klassischen runden Burger hält man dort nämlich ein viereckiges Exemplar in Händen. Der Burgeresser von Welt kann hier den Horizont seiner Geschmacksnerven mit einem Bali-, Tandoori-, China- und einem italienischen Fischburger erweitern oder auf die vegetarische Variante mit Gemüselaibchen –  bei dem es sich selbstverständlich um ein Gemüseeckchen handelt – umsteigen. Bei den ganzen leckeren Varianten fällt es auch nicht schwer, seinen Burger rasch in Form zu knabbern, sollte einen doch noch die Sehnsucht nach dem runden Original überkommen. Und was, wenn man sich plötzlich nach Parmesan, Pinienkernen, Minze oder Whiskey sehnt? Die passen zu einem Burger auf den ersten Blick zwar genauso wenig wie Messer und Gabel, zu den hohen Ansprüchen besonders feiner Gaumen aber sehr wohl. Damit auch die ab und zu in den Genuss eines herzhaften Burgers kommen, gibt es die Gourmetburger im Smokey’s. Und weil es die Herrschaften gewohnt sind, die Qual der Wahl zu haben, können sie dort sogar das Gewicht ihres Burgers – von 120 bis 250 Gramm – selbst festlegen. Ein echter Burger muss also weder rund oder fetttriefend, noch typisch amerikanisch daherkommen. Am Ende muss er nur Eines, nämlich schmecken.

Die Burgermacher: Burggasse 12, 1070 Wien, Di-Fr 17.30-22.30 Uhr, Sa 12.30-22.30 Uhr

Cuadro: Margaretenstraße 77, 1050 Wien, täglich 8.00-24.00 Uhr

Smokey’s: Walfischgasse 4C, 1010 Wien, Mo-Mi 11.30-23.00 Uhr, Do-Sa 11.30-24.00 Uhr

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