Über mich

Bild: © Edith Salminen

Bild: © Edith Salminen

Wenn ich mir nicht gerade Essen mache, dann garantiert Gedanken darüber. Nur gut, dass bei den Produkten in meinem Kühlschrank keine Schluckaufgefahr besteht. Beim Frühstück grüble ich über das beste Rezept fürs Mittagessen und kaum steht das Hauptgericht am Tisch, bin ich in Gedanken schon beim Dessert.

Mehr als das Rezept interessieren mich bei einem Gericht jedoch die Geschichten der Zutaten und der Menschen, die sie hergestellt und verarbeitet haben – und damit meine ich nicht die immergrünen Almwiesen, auf denen meine Werber-Kollegen Models Milchprodukte im Holzbottich rühren und Äpfel in Slow Motion pflücken lassen.

Cover: © Heinz Ploder

Cover: © Heinz Ploder

Fündig geworden bin ich unter anderem mit meinen Füßen in überdimensionalen Gummistiefeln, meinen Armen ellbogentief in lauwarmem, klebrigem Käsebruch und dem Duft von frischer Molke in der Nase bei den Schweizer Käsemachern von Jumi. Was ich während dem Praktikum in den Käsereien und Reifekellern im Emmental, auf Märkten und in Restaurants in London alles erlebt habe, habe ich in meinem ersten eBook “WHO THE F*** IS HEIDI? – Die Engländer, die Schweizer, der Käse und ich”, das im Juni 2014 bei dotbooks erschienen ist, niedergeschrieben.

 

Dass bei mir daheim ein Käsenotstand ausbricht oder einmal weniger als zehn Teesorten im Regal stehen, ist genauso unwahrscheinlich wie, dass ich eine Essenseinladung ausschlage. Ich gehe lieber Lebensmittel als Klamotten shoppen und finde ein originelles Kochbuch, z.B. von Yotam Ottolenghi, genauso spannend wie einen guten Roman. Als geborene Steirerin kippe ich Kürbiskernöl auch über Kärntner Kasnudeln und Vanilleeis. Das gepanschte grüne Zeug aus dem Supermarkt hat bei mir allerdings Hausverbot. Ebenso wie Eier aus Käfig- und Bodenhaltung. Ein Morgen ohne Frühstück oder eine Mittagspause mit aufgewärmten Fertiggerichten können mir den Tag verderben. Ein lockeres Milchschaumhäubchen, das auf einer echten Heißen Schokolade thront, kann ihn mir retten.

Bildschirmfoto 2014-02-07 um 12.20.34Essen nur privat zu studieren, war mir nicht genug, deshalb habe ich das Masterstudium in Foodculture & Communications an der Universität der Gastronomischen Wissenschaften im Piemont abgeschlossen und von Landwirten, Lebensmittelproduzenten, Gastronomen und Foodies aus der ganzen Welt gelernt. Dieses Wissen möchte ich den Kunden von SATT GETEXTET zugänglich machen und sie damit bei der Vermarktung ihrer Produkte unterstützen. Weil ich finde, dass gute Lebensmittel  bessere Kommunikation verdienen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass sich fast jedes Problem lösen lässt, wenn man sich gemeinsam an einen Tisch setzt – bei gutem Essen, versteht sich.

Interview im “Biorama – Magzine for sustainable lifestyle” (Ausgabe 16)

Interview auf Energieleben.at (Jan. 2014)

Interview auf Energieleben.at (Jan. 2014)

 

Bitte, was ist ein HIRNZUCKERL?

Ein Hirnzuckerl ist das, was mein Kopf produziert, wenn ich mit guten Freunden bei richtig gutem Essen über wirklich gutes Essen plaudere. Wenn mich beim Schmökern in einem Foodmagazin oder -Blog der Wissenshunger packt. Oder wenn mich angesichts eines einschüchternden Rezepts der Neid frisst. Im Grunde genommen sind Hirnzuckerl leicht verdaulich, aber bevor sie meinen Kopf komplett verkleben, schreib ich sie mir lieber schnell von der Seele.


13 Antworten to “Über mich”

  1. Jürgen Juni 18, 2012 at 11:43 nachmittags #

    Hi, find ich toll deine Entwicklung. Glg aus Graz. Jürgen

    • Sarah Satt Juni 19, 2012 at 9:11 vormittags #

      Hallo Jürgen,
      vielen Dank! Ich hoffe, meine Texte bringen auch andere zum Schmunzeln und Nachdenken.
      Lieber Gruß, Sarah

  2. cookingcatrin Juli 16, 2012 at 12:45 nachmittags #

    wirklich toller Blog – cool, dass du beim Wettbewerb mitmachst – sonst hätte ich dich nicht entdeckt – großes Kompliment, deine Texte zaubern wirklich ein Lächeln ins Gesicht!

    • Sarah Satt Juli 16, 2012 at 1:06 nachmittags #

      Hallo Catrin, danke für das Kompliment. Ich freue mich, dass dir mein Blog gefällt. Toll, wenn durch den Wettbewerb neue Leser darauf aufmerksam werden. Lieber Gruß, Sarah

      • cookingcatrin Oktober 17, 2012 at 12:43 nachmittags #

        Hey Sarah –

        ja, dass stimmt, das ist wirklich ein super Effekt wenn du dadurch deine Leserschaft erweiterst. :-) freu mich wenn du auch mal bei mir vorbeischaust:
        cookingcatrin.wordpress.com

        lg, catrin

      • Sarah Satt Oktober 17, 2012 at 5:01 nachmittags #

        Hallo Catrin. Gratuliere herzlich zum Kochchampion 2012! Hut – oder eher Kochmütze – ab! Ich werd mich in Zukunft gerne von deinen Rezepten inspirieren lassen. Lieber Gruß, Sarah.

  3. Kurier Freizeit September 12, 2012 at 1:54 nachmittags #

    Sie haben schon ein paar Fans mehr!

    http://kurier.at/freizeit/genuss/4511774-die-beliebtesten-foodblogs.php

  4. Floete April 6, 2013 at 3:06 nachmittags #

    Super Blog! Habe Sie über Ihren Artikel über Stilton/Stichelton gefunden – wozu so ein Käse doch gut sein kann! Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen die guten Ideen und das steirische Kürbiskernöl nie ausgehen mögen!

    • Sarah Satt April 7, 2013 at 11:39 vormittags #

      Vielen Dank für das Kompliment! Ich pflege immer zu sagen “Käse kann alles”, umso schöner, wenn er Menschen wie Sie auch auf meinen Blog bringt. Da ich gerade in Italien an der Universität für Gastronomische Wissenschaften meinen Master mache, ist mein Blog derzeit auf Stand-by. Ideen brauen sich in diesem Jahr voll ausgezeichnetem Essen und großartigen Menschen in meinem Kopf allerdings genügend zusammen und warten nur darauf, im Anschluss hier in Worte gefasst zu werden. Dafür, dass meine Kürbiskernölvorräte auch im Piemont nie versiegen, sorgt meine Familie in der Steiermark ;-)

  5. Floete April 7, 2013 at 7:26 nachmittags #

    Wow, wo kann man denn in Italien so was Tolles studieren???

    • Sarah Satt April 13, 2013 at 5:21 nachmittags #

      Die Uni befindet sich in Pollenzo im Piemont. Hier der Link zur englischen Website: http://www.unisg.it/en
      Liebe Grüße,
      Sarah

      • Floete April 22, 2013 at 4:10 nachmittags #

        Hallo Frau Satt, habe Sie und Ihr Blog in einer Anmoderation erwähnt, die ich für den Schriftsteller Jakob Hein gemacht habe, und würde Ihnen den Beitrag, falls Sie das interessiert, gerne zukommen lassen. Gibt es eine e-mail-Adresse, an die ich das schicken kann/soll???

      • Sarah Satt April 24, 2013 at 1:58 nachmittags #

        Das interessiert mich natürlich sehr. Ich freue mich, wenn Sie mir den Beitrag unter sarahsatt@gmx.at zukommen lassen.
        Vielen Dank und liebe Grüße, Sarah

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